Sehnenscheidenentzündung
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Sehnenscheidenentzündung an Arm, Hand und Daumen: Symptome erkennen und richtig behandeln
Schmerzen an Hand, Daumen oder Unterarm gehören zu den häufigsten Beschwerden im Alltag – besonders bei Menschen, die viel am Computer arbeiten oder ihre Hände wiederholt belasten.
Ursache ist oft eine Entzündung der schützenden Sehnenscheide (Sehnenscheidenentzündung), bei der die Sehne nicht mehr frei gleiten kann.
Typisch sind ziehende oder stechende Schmerzen, die zunächst bei Bewegung auftreten und später auch in Ruhe spürbar sein können. Unbehandelt kann sich die Reizung verfestigen und den Alltag deutlich einschränken.
Im OTC | REGENSBURG klären wir die Ursache gezielt und behandeln konservativ: mit präziser Ultraschalldiagnostik, strukturierter Entlastung, spezialisierter Physiotherapie und einem kontrollierten Belastungsaufbau – alles unter einem Dach und mit dem Ziel, Rückfälle zu vermeiden.
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Sehnenscheidenentzündung: Das Wichtigste auf einen Blick
- Eine Sehnenscheidenentzündung ist eine schmerzhafte Reizung der Gleithülle einer Sehne, die vor allem an Hand, Handgelenk, Daumen oder Unterarm auftreten kann.
- Typische Anzeichen sind ziehende oder stechende Schmerzen entlang der Sehne, anfangs nur bei Bewegung und später oft auch in Ruhe. Häufig kommen Schwellung, Reibegeräusche oder ein spürbares „Knirschen“ hinzu.
- Meist entsteht die Entzündung durch wiederholte Belastung, etwa bei Computerarbeit, handwerklichen Tätigkeiten, Sport oder beim häufigen Tragen eines Kindes.
- Die Behandlung besteht in erster Linie aus Entlastung, Schienenversorgung und gezielter Physiotherapie. Bei anhaltenden Beschwerden kann eine Injektion helfen; eine Operation ist nur selten erforderlich.
- Bei rechtzeitiger Behandlung klingen die Schmerzen normalerweise innerhalb weniger Wochen deutlich ab, und die Funktion stellt sich vollständig wieder her.
- Ärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn die Beschwerden länger bestehen, Schwellungen zunehmen oder sich deutliche Bewegungseinschränkungen zeigen.
Was ist eine Sehnenscheidenentzündung?
Sehnen sind feste, faserige Strukturen, die Muskeln mit Knochen verbinden und Bewegungen erst ermöglichen.
Dort, wo sie über knöcherne Vorsprünge laufen oder in engen Kanälen geführt werden, sind sie von einer Sehnenscheide umgeben – einem feinen, doppelwandigen Bindegewebsschlauch, der mit Synovialflüssigkeit ausgekleidet ist. Diese Flüssigkeit wirkt wie ein biologisches Schmiermittel und reduziert die Reibung auf ein Minimum. Man kann sich die Sehnenscheide als präzise konstruiertes Gleitlager vorstellen, das Belastung auffängt und Bewegungen geschmeidig überträgt.
Solange das Verhältnis zwischen Belastung und Erholung ausgeglichen ist, funktioniert dieses System reibungslos. Wird die Sehne jedoch dauerhaft überbeansprucht, durch monotone Tätigkeiten oder unergonomische Haltungen, kommt es zu einer mikroskopischen Reizung der inneren Synovialschicht.
Sehnen sind feste, faserige Strukturen, die Muskeln mit Knochen verbinden und Bewegungen erst ermöglichen. Dort, wo sie über knöcherne Vorsprünge laufen oder in engen Kanälen geführt werden, sind sie von einer Sehnenscheide umgeben – einem feinen, doppelwandigen Bindegewebsschlauch, der mit Synovialflüssigkeit ausgekleidet ist.
Diese Flüssigkeit wirkt wie ein biologisches Schmiermittel und reduziert die Reibung auf ein Minimum. Man kann sich die Sehnenscheide als präzise konstruiertes Gleitlager vorstellen, das Belastung auffängt und Bewegungen geschmeidig überträgt.
Solange das Verhältnis zwischen Belastung und Erholung ausgeglichen ist, funktioniert dieses System reibungslos. Wird die Sehne jedoch dauerhaft überbeansprucht, durch monotone Tätigkeiten oder unergonomische Haltungen, kommt es zu einer mikroskopischen Reizung der inneren Synovialschicht.
Was passiert bei einer Entzündung der Sehnenscheide?
Bei Überlastung reagiert die Schleimhautauskleidung mit Gefäßneubildung, Flüssigkeitsaustritt und Schwellung. Dadurch wird der Gleitkanal enger, und die Sehne kann nicht mehr frei gleiten. Das führt zu Reibung, Schmerzen und einer zunehmenden Verdickung der Sehne selbst. Mit der Zeit entsteht ein Kreislauf aus Entzündung und mechanischer Irritation.
Typisch ist, dass die Schmerzen bewegungsabhängig beginnen, insbesondere bei Beugung oder Streckung gegen Widerstand, und später auch im Ruhezustand auftreten. Viele Betroffene spüren eine raue Bewegung oder hören ein leises Knirschen („crepitus“), wenn die Sehne unter der entzündeten Hülle gleitet.
In fortgeschrittenen Fällen kann die Reibung so stark sein, dass die Sehne spürbar ein‑ und wieder „herausschnappt“ - dies ist das charakteristische Phänomen des so genannten “Schnappfingers”.
Häufige klinische Varianten:
- Tendovaginitis de Quervain: Entzündung der Sehnen auf der Daumenseite des Handgelenks, die für Abspreizen und Strecken des Daumens verantwortlich sind. Typisch sind Schmerzen beim Greifen oder Abspreizen des Daumens, besonders bei jungen Eltern oder intensiver Smartphone‑ und Computerarbeit.
- Schnappfinger (Triggerfinger): Verdickung der Beugesehne oder des dazugehörigen Ringbands führt zu einem ruckartigen „Schnappen“ beim Strecken.
- Infektiöse Sehnenscheidenentzündung: selten, aber akut gefährlich. Meist Folge kleiner Verletzungen oder Bisswunden; erkennbar an plötzlicher Schwellung, Rötung, Überwärmung und starken Schmerzen. Diese Form ist ein orthopädisch‑chirurgischer Notfall und muss umgehend behandelt werden.
Bei der weitaus größten Zahl der Fälle handelt es sich jedoch um eine nicht‑infektiöse, mechanisch bedingte Form, die sich mit konservativer Therapie sehr gut behandeln lässt. Entscheidend ist die frühe Einordnung der Ursache und die anschließende gezielte Entlastung der betroffenen Struktur – genau hier setzt der konservative Behandlungsansatz im OTC | REGENSBURG an.
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Wie macht sich eine Sehnenscheidenentzündung bemerkbar?
Zu Beginn zeigt sich eine Sehnenscheidenentzündung oft unscheinbar. Betroffene spüren ein Ziehen, Brennen oder Stechen entlang der Sehne, meist beim Greifen, Tippen oder Drehen des Handgelenks. Typisch ist, dass der Schmerz bewegungsabhängig ist – also bei Belastung zunimmt und in Ruhe nachlässt. Manche beschreiben, dass sich die Bewegung „rau“, „reibungsvoll“ oder „mechanisch blockiert“ anfühlt.
Im Verlauf kann sich die Sehne verhärten oder anschwillen, häufig über einem tastbar verdickten Abschnitt. Schon leichter Druck an dieser Stelle löst Schmerzen aus.
Auch die Gleitbewegung unter der Haut kann spürbar verändert sein – manche berichten von einem feinen Reiben oder Knirschen, das sich entlang des Sehnenverlaufs über Daumenbasis, Handgelenk oder Unterarm zieht.
Die Beweglichkeit nimmt allmählich ab, und viele Betroffene vermeiden unbewusst belastende Bewegungen, wodurch es zu Schonhaltungen und Muskelungleichgewichten kommt.
Verlauf – von Belastungsschmerz zu Ruheschmerz
In der Regel beginnt die Erkrankung mit lokal begrenzten Schmerzen während oder nach Belastung, etwa nach längerer Computerarbeit, handwerklichen Tätigkeiten oder sportlicher Beanspruchung. Wird die Sehne weiter überlastet, verstärkt sich die Entzündung, die Gleitfähigkeit nimmt weiter ab, und die Schmerzen treten bereits zu Beginn jeder Bewegung auf.
Im fortgeschrittenen Stadium bestehen ständige Beschwerden, selbst bei leichten Tätigkeiten wie das Anheben einer Tasse, das Öffnen einer Flasche oder das Halten eines Babys.
Manche Betroffene berichten sogar über nächtliche Schmerzen, wenn das Handgelenk in ungünstiger Position liegt oder leichte Bewegungen im Schlaf erfolgen. In diesem Stadium kann auch ein Knack- oder Schnappeffekt entstehen – ein Zeichen, dass die Sehne temporär blockiert und ruckartig wieder freigesetzt wird.
Wo genau tut eine Sehnenscheidenentzündung weh?
Die genaue Schmerzlokalisation hängt davon ab, welche Sehne betroffen ist:
- An der Daumenseite des Handgelenks (radial) treten Schmerzen typischerweise bei der Tendovaginitis de Quervain auf. Diese Form betrifft die Sehnen, die den Daumen abspreizen und strecken.
- An der Rückseite des Handgelenks oder Unterarms entstehen Beschwerden durch eine Reizung der Strecksehnen, etwa bei Überlastung durch Tippen oder Werkzeuggebrauch.
- An der Handinnenfläche oder Basis der Finger treten Schmerzen auf, wenn die Beugesehnen betroffen sind, wie beim sogenannten Schnappfinger.
Gemeinsam ist allen Formen, dass der Schmerz sehnengenau lokalisiert, also klar entlang eines Strangs tast- oder druckempfindlich ist – im Gegensatz zu Gelenk- oder Nervenschmerzen, die diffuser auftreten.
Wann sofort ärztliche Hilfe notwendig ist
Während die meisten Sehnenscheidenentzündungen harmlos und gut behandelbar sind, gibt es bestimmte Warnzeichen, die auf eine akute, bakterielle Entzündung hinweisen können.
Ein plötzlich entstandener starker Schmerz, eine rasch zunehmende Schwellung, Rötung, Überwärmung oder Fieber sowie ein Finger, der sich nicht mehr aktiv strecken lässt, sind klare Alarmsignale.
Diese Symptome deuten auf eine infektiöse Sehnenscheidenentzündung hin. Hier besteht die Gefahr, dass sich die Entzündung rasch in umliegendes Gewebe ausbreitet. In solchen Fällen sollte sofort eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht oder eine Notaufnahme kontaktiert werden, um eine umgehende Behandlung einzuleiten und dauerhafte Funktionsstörungen zu verhindern.
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Wie stellen wir die Diagnose im OTC | REGENSBURG?
Eine zuverlässige Diagnose ist die Grundlage jeder wirksamen Behandlung. Im OTC | REGENSBURG steht dabei die funktionelle und bildgebende Beurteilung der betroffenen Sehne im Mittelpunkt - präzise, strukturiert und im interdisziplinären Austausch zwischen Orthopädie, Radiologie und Therapiezentrum.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Der erste Schritt ist eine ausführliche Befragung (Anamnese), um ein vollständiges Belastungs- und Beschwerdeprofil zu erfassen. Dabei interessieren insbesondere:
- Beginn, Intensität und Verlauf der Schmerzen,
- typische Auslöser im Alltag oder Beruf,
- Veränderung der Beschwerden durch Ruhe oder Bewegung,
- bisherige Behandlungen und Begleiterkrankungen.
Anschließend erfolgt die gezielte körperliche Untersuchung. Dabei werden die betroffenen Sehnen entlang ihres Verlaufs abgetastet, auf Druckschmerz, Verdickungen oder Reibegeräusche (Crepitation) geprüft und die Beweglichkeit systematisch getestet.
Zur differenzierten Beurteilung nutzt der*die Fachärzt:in spezifische klinische Tests, beispielsweise:
- den Finkelstein-Test bei Verdacht auf eine Tendovaginitis de Quervain,
- den Schnapptest bei einem Triggerfinger,
- sowie Funktions- und Widerstandstests zur Unterscheidung zwischen Muskel-, Sehnen- und Gelenkbeteiligung.
Bereits durch diese klinische Untersuchung lässt sich meist präzise feststellen, welche Sehne betroffen ist, wie stark die Entzündung ausgeprägt ist und ob zusätzliche Strukturen beeinträchtigt sind.
Bildgebung – wann Ultraschall, wann weitere Verfahren sinnvoll sind
Die Sonographie (Ultraschall) ist im OTC | REGENSBURG die bevorzugte Erstuntersuchung bei Sehnenbeschwerden.
Mit hochauflösenden Geräten können selbst kleinste Veränderungen erkannt werden, etwa:
- Verdickungen oder Aufrauhungen der Sehne,
- Flüssigkeitsansammlungen in der Sehnenscheide,
- entzündliche Durchblutungssteigerung durch Power-Doppler-Darstellung.
Ein besonderer Vorteil: Die Untersuchung ist dynamisch, das heißt, die Sehne kann in Echtzeit während der Bewegung beurteilt werden. So lässt sich genau sehen, wo Reibung oder Gleitstörung auftritt – und damit gezielt behandeln.
In komplexen oder unklaren Fällen kommen ergänzend weitere bildgebende Verfahren hinzu:
- Röntgen oder DVT, wenn knöcherne Engstellen oder Begleitarthrosen vermutet werden,
- MRT, um Weichgewebe, Sehnenansätze oder angrenzende Gelenke bei untypischen oder chronischen Verläufen genauer zu beurteilen.
Damit bietet die Diagnostik im OTC | REGENSBURG den Vorteil, mechanische, entzündliche und strukturelle Ursachen direkt nebeneinander zu bewerten – unter eng abgestimmter Zusammenarbeit von Orthopädie und Radiologie.
Abgrenzung zu anderen Ursachen von Hand- und Armschmerzen
Da Schmerzen im Bereich von Hand und Unterarm verschiedene Ursachen haben können, ist die Differenzialdiagnose ein wesentlicher Teil jeder Untersuchung.
Häufige alternative oder begleitende Erkrankungen sind:
- das Karpaltunnelsyndrom, bei dem ein Nerv im Handgelenk eingeengt ist und Kribbeln sowie Taubheitsgefühl hervorruft,
- Arthrosen oder entzündliche Gelenkerkrankungen, die sich durch Gelenksteifigkeit oder Schwellung zeigen,
- Sehnenansatzreizungen im Bereich des Ellenbogens (Tennis- oder Golferellenbogen) oder
- Nervenkompressionssyndrome des Unterarms.
Diese systematische Abgrenzung stellt sicher, dass wir nicht nur die Symptome behandeln, sondern die tatsächliche Ursache erfassen – ob mechanisch, entzündlich oder funktionell bedingt.
Wie wird eine Sehnenscheidenentzündung behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad und dem Verlauf der Beschwerden.
Grundsätzlich gilt: Ziel ist, die Entzündung zu beruhigen, die Gleitfähigkeit der Sehne wiederherzustellen und chronische Reizzustände zu verhindern.
Im OTC | REGENSBURG folgt die Therapie einem klar strukturierten, konservativen Stufenkonzept – individuell angepasst und interdisziplinär begleitet.
Grundprinzip – so viel Bewegung wie möglich, so viel Ruhigstellung wie nötig
Eine vollständig ruhiggestellte Hand heilt in der Regel nicht schneller – im Gegenteil: längere Immobilisation schwächt die Muskulatur und reduziert die Durchblutung. Deshalb wird die betroffene Region nur gezielt entlastet, während die restliche Funktion erhalten bleibt.
Frühe, schmerzadaptierte Bewegung fördert die Ernährung des Sehnengewebes und unterstützt den Heilungsprozess.
Stufe 1: Konservative Basistherapie
Belastungsanpassung und Schienenversorgung
Zunächst werden auslösende Bewegungen und Fehlhaltungen identifiziert und vorübergehend reduziert.
Das kann bedeuten, Arbeitsabläufe zu variieren, längere Pausen zwischen repetitiven Tätigkeiten einzubauen oder ergonomische Hilfsmittel einzusetzen.
Eine Handgelenks- oder Daumenschiene kann die Sehne zeitweise entlasten, besonders nachts oder in Belastungsphasen. Wichtig ist dabei, sie nicht dauerhaft zu tragen, um einer Gelenksteife vorzubeugen. Die Dauer wird individuell festgelegt.
Physio- und Handtherapie im Therapiezentrum
Im hauseigenen Therapiezentrum des OTC | REGENSBURG erfolgt anschließend eine strukturierte Bewegungs‑ und Funktionstherapie.
Ziele sind:
- Wiederherstellung der normalen Gleitbewegung der Sehne,
- Verbesserung der Muskelbalance von Hand und Unterarm,
- Abbau von Fehlbelastungsmustern im Alltag.
Hierbei kommen manuelle Techniken, gezielte Dehn‑ und Kräftigungsübungen sowie ergonomisches Training für Beruf und Freizeit zum Einsatz.
Durch diese aktive, kontrollierte Belastung kann die Entzündung meist innerhalb weniger Wochen deutlich zurückgehen.
Medikamentöse Unterstützung (ärztlich kontrolliert)
Zur kurzfristigen Schmerzlinderung können nicht‑steroidale Antirheumatika (NSAR) eingesetzt werden, oft kombiniert mit lokalen Salben oder Kälteanwendungen.
Diese sollten immer ärztlich begleitet und zeitlich begrenzt bleiben. In der Regel ist eine dauerhafte medikamentöse Behandlung nicht erforderlich.
Stufe 2: Erweiterte konservative Maßnahmen
Wenn die Beschwerden trotz konsequenter Basistherapie weiterbestehen, wird die Behandlung gezielt erweitert.
Dazu gehören:
- Manuelle und physikalische Zusatzverfahren, etwa Querfriktion zur Lösung von Verklebungen oder Ultraschall- und Wärmebehandlung zur Durchblutungsförderung.
- Multimodale Programme bei chronifizierten Verläufen, die Bewegungstherapie, Schmerzschulung und – wenn nötig – psychosoziale Begleitung kombinieren.
Diese zweite Stufe ist in der Regel ausreichend, um die Symptome deutlich zu reduzieren und den Übergang in eine chronische Form zu verhindern.
Stufe 3: Gezielte Injektionstherapie
Wenn sich die Entzündung trotz strukturierter konservativer Maßnahmen nicht vollständig beruhigt, kann eine ultraschall‑gestützte Injektion in die betroffene Sehnenscheide sinnvoll sein.
Dabei wird ein niedrig dosiertes Kortikosteroid in die entzündete Gleitschicht eingebracht, um die Entzündungsreaktion lokal abklingen zu lassen.
- Die zielgenaue Platzierung mittels Ultraschall ist besonders schonend und reduziert das Risiko von Nebenwirkungen.
- Häufig genügt bereits eine einzelne Injektion, um eine deutliche Besserung zu erzielen.
- Wichtig bleibt: Parallel wird die Sehne weiterhin aktiv therapiert, um die Funktion zu stabilisieren.
Diese Maßnahme wird im OTC | REGENSBURG ausschließlich nach sorgfältiger Indikationsprüfung eingesetzt und stets in das Gesamttherapiekonzept integriert.
Stufe 4: Operative Therapie (Ausnahmefall)
Ein operativer Eingriff wird nur dann erwogen, wenn alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder klar erkennbar ist, dass eine mechanische Engstelle die Ursache ist.
Das Ziel des Eingriffs ist, den betroffenen Sehnenkanal zu erweitern oder das einschnürende Ringband zu spalten, damit die Sehne wieder frei gleiten kann.
Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant und unter lokaler Betäubung.
Bereits wenige Tage nach der Operation können Patient:innen mit frühfunktioneller Nachbehandlung und Physiotherapie beginnen. So wird die Beweglichkeit schnell wiederhergestellt, und die volle Belastbarkeit kehrt meist innerhalb weniger Wochen zurück.
Arbeiten, Alltag und Sport – was ist erlaubt?
Eine Sehnenscheidenentzündung bedeutet nicht automatisch Arbeitsunfähigkeit.
Arbeiten ist erlaubt, wenn die Belastung der betroffenen Struktur angepasst oder dosiert werden kann.
Im Berufsalltag helfen:
- ergonomische Anpassung von Tastatur, Maus oder Werkzeug,
- regelmäßige Kurzpausen mit Bewegungsausgleich,
- zeitweise Aufgabenrotation, um Dauerbelastung zu vermeiden.
Im Sport sollte jede Aktivität, die Schmerzen auslöst, vorübergehend pausiert werden. Alternativ sind Belastungen möglich, die die betroffene Sehne nicht beanspruchen – etwa Radfahren oder Ausdauertraining.
Nach deutlicher Besserung erfolgt ein schmerzorientierter Belastungsaufbau, zunächst mit leichteren Bewegungen, dann allmählich zurück zum ursprünglichen Trainingsumfang. Die therapeutische Begleitung im Therapiezentrum unterstützt diesen Prozess gezielt.
Wie können Sie Rückfällen vorbeugen?
Ergonomie und Pausen
Eine neutrale Handgelenksposition und regelmäßige kurze Pausen entlasten die Sehnenscheiden wirksam. Schon kleine Anpassungen am Arbeitsplatz sowie sanfte Bewegungen zwischendurch helfen, erneute Reizungen zu vermeiden.
Gezielte Übungen
Kräftigungs- und Dehnübungen für Hand und Unterarm verbessern die Belastbarkeit der Sehnen. Bereits 10–15 Minuten täglich reichen aus, um Beweglichkeit zu erhalten und Überlastung vorzubeugen. Im OTC | REGENSBURG wird das Übungsprogramm individuell angepasst.
Belastung kontrolliert steigern
Belastungen sollten schrittweise erhöht werden. Treten Warnzeichen wie Ziehen oder Schmerzen auf, gilt: reduzieren, pausieren und frühzeitig reagieren.
Ihr behandelnder Arzt im OTC | REGENSBURG
Im OTC | REGENSBURG erhalten Sie eine klare, strukturierte Behandlung aus einer Hand. Präzise Diagnostik, moderne Bildgebung und gezielte Therapie greifen eng ineinander, um Schmerzen zu lindern, die Funktion von Hand und Arm wiederherzustellen und Rückfällen vorzubeugen. Der Fokus liegt dabei konsequent auf konservativen, schonenden Maßnahmen.
Ihre Behandlung wird von Dr. med. Michaela Huber, Fachärztin für Orthopädie, begleitet. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen und setzt auf moderne, weichteilschonende Therapiekonzepte.
Ziel ist nicht nur eine schnelle Besserung, sondern eine nachhaltige Stabilisierung – damit Sie Alltag, Beruf und Sport langfristig wieder sicher ausüben können.
Weitere Hinweise zu unseren medizinischen Leistungen finden Sie hier.
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FAQ: Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Sehnenscheidenentzündung
Wie lange dauert die Heilung?
In der Regel bessern sich Beschwerden innerhalb von vier bis sechs Wochen deutlich, wenn Belastung konsequent angepasst und die Therapie früh begonnen wird. Eine präzise Diagnose beschleunigt diesen Prozess erheblich, da Ursachen gezielt behoben werden können. Verzögerungen treten selten auf, wenn Überlastung vermieden wird.
Wo genau treten die Schmerzen auf?
Die Schmerzen verlaufen entlang der betroffenen Sehne – typischerweise an der Daumenseite des Handgelenks, den Beugesehnen der Finger oder der Unterarmstreckseite. Sie sind bewegungsabhängig, treten bei Greifen oder Drehen auf und zeigen sich punktuell druckempfindlich. Genau dort, wo die Sehnenscheide gereizt ist, spürt man das Ziehen oder Stechen.
Darf ich weiterarbeiten?
In vielen Fällen ja, solange Tätigkeiten ergonomisch angepasst werden und starke Überlastung vermieden bleibt. Regelmäßige Pausen, Hilfsmittel wie Unterarmauflagen und eine temporäre Schiene unterstützen den Heilungsverlauf ideal. So bleibt die Arbeitsfähigkeit erhalten, ohne Rückschläge zu riskieren.
Was ist der Unterschied zum Karpaltunnelsyndrom?
Beim Karpaltunnelsyndrom klemmt ein Nerv im Handgelenk, was Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Nachtschmerzen verursacht. Bei der Sehnenscheidenentzündung reizt hingegen die Sehne selbst in ihrer Hülle, was bewegungsabhängige Schmerzen beim Greifen oder Tippen auslöst. Die Abgrenzung gelingt durch gezielte Tests und Bildgebung.