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Achillessehnenentzündung

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Achillessehnenentzündung verstehen: Symptome, Ursachen und moderne Therapieansätze

Schmerzen an der Achillessehne gehören zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparats, insbesondere bei sportlich aktiven Menschen. Oft beginnt es mit einem ziehenden Gefühl oder einer morgendlichen Steifigkeit oberhalb der Ferse. Doch was steckt hinter dem Begriff „Achillessehnenentzündung“ und wie gelingt eine nachhaltige Heilung?

 

Beim OTC Regensburg verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der die Achillodynie nicht als isoliertes Symptom, sondern als Folge funktioneller Ketten betrachtet. Unser Ziel ist es, durch präzise Diagnostik eine primär konservative Heilung zu ermöglichen.

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Kommen Sie in unsere Sprechstunde! Hier können wir in Ruhe Ihre Beschwerden besprechen. So stimmen wir Diagnostik und Therapie optimal aufeinander ab.

Was ist eine Achillessehnenentzündung wirklich?

Der umgangssprachliche Begriff „Achillessehnenentzündung“ führt medizinisch oft in die Irre. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um eine klassische Entzündung, sondern um eine Achillessehnen-Tendinopathie.

 

  • Akute Phase (Peritendinitis): Hier ist tatsächlich das Sehnengleitgewebe entzündet, oft einhergehend mit Rötung und Schwellung.
  • Chronische Phase (Tendinose): Bei länger anhaltenden Beschwerden kommt es zu degenerativen Veränderungen im Sehnengewebe. Die Struktur des Kollagens verändert sich, und es können kleinste ACP-Therapie entstehen.

 

Man unterscheidet klinisch zudem zwischen der Midportion-Tendinopathie (Beschwerden im mittleren Bereich der Sehne) und der insertionalen Tendinopathie, die direkt am Sehnenansatz auftritt und oft mit einer Haglund-Ferse assoziiert ist.

 

Symptome: Warnsignale des Körpers erkennen

Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend. Typische Anzeichen sind:

 

  • Anlaufschmerz: Besonders die ersten Schritte am Morgen oder nach langem Sitzen sind schmerzhaft.
  • Belastungsschmerz: Schmerzen nehmen bei sportlicher Aktivität oder beim Treppensteigen zu.
  • Druckempfindlichkeit: Die Sehne ist lokal druckschmerzhaft; oft tastet man verdickte Stellen oder „Knubbel“.
  • Eingeschränkte Beweglichkeit: Ein Gefühl der Steifigkeit im Sprunggelenk.

 

Wichtig zu wissen: Ein plötzlicher, peitschenknallartiger Schmerz deutet auf eine Achillessehnenruptur hin. In diesem Fall ist eine sofortige ärztliche Abklärung mittels einer Sonographie oder einer MRT zwingend erforderlich.

Ursachen: Warum die Sehne kapituliert

Eine Überlastung der Achillessehne ist selten ein Zufallsprodukt. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen:

 

  • Biomechanik: Fehlstellungen des Fußes, wie ein Hallux valgus oder ein Senkfuß, verändern die Statik und erhöhen den Zug auf die Sehne.
  • Hintere Muskelkette: Verkürzungen in der Wade, im hinteren Oberschenkel oder im Gesäß führen zu einer Dauerzugbelastung. Die Achillessehne ist das „letzte Glied“ dieser posterioren Muskelkette.

 

Trainingsfehler: Zu schnelle Intensitätssteigerungen oder harter Untergrund überfordern die Regenerationsfähigkeit der Sehnenzellen (Tenozyten).

Diagnostik: Die Basis jeder erfolgreichen Therapie

„Keine Therapie ohne gesicherte Diagnose“ – dieser Leitsatz ist im OTC Regensburg essenziell. Um den Zustand der Sehne exakt zu beurteilen, nutzen wir modernste Verfahren:

 

  • Hochauflösende Sonographie: Zur dynamischen Beurteilung der Sehne und des Gleitgewebes unter Bewegung.
  • MRT: Zur detaillierten Darstellung von Teilrissen, degenerativen Veränderungen oder Ödemen im Knochen-Sehnen-Übergang.
  • Diers-Analyse: Eine lichtoptische Vermessung der Wirbelsäule und des Gangbildes, um Fehlbelastungen in der Dynamik objektiv sichtbar zu machen.

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Die Therapieleiter: Stufenweise zur schmerzfreien Belastung

Wir arbeiten nach einer strukturierten Therapieleiter, wobei operative Eingriffe immer die letzte Option darstellen.

 

Stufe 1: Basismaßnahmen & Entlastung

 

Zunächst gilt es, die akute Reizung zu beruhigen. Dies geschieht durch Belastungsanpassung (keine komplette Ruhigstellung!), Kühlung und ggf. eine vorübergehende Fersenerhöhung.

 

Stufe 2: Mechanotransduktion & Training

 

Sehnen benötigen mechanische Reize, um zu heilen.

 

  • Isometrisches Training: Gezielte Anspannung der Wade ohne Bewegung reduziert Schmerzsignale im Gehirn.
  • Exzentrisches Training: Langsames Absenken der Ferse stimuliert den Zellstoffwechsel und fördert die Neuordnung der Kollagenfasern.
  • Stosswellentherapie: Hochenergetische Impulse regen die Durchblutung an und lösen biologische Heilprozesse aus.

 

Stufe 3: Regenerative Verfahren

 

Bei chronischen Verläufen setzen wir auf biologische Unterstützung:

 

  • PRP-Therapie, so genannt Eigenbluttherapie: Konzentrierte Wachstumsfaktoren aus dem eigenen Plasma fördern die Geweberegeneration.
  • Axomera-Therapie: Ein mikroprozessorgesteuertes bioelektrisches Feld reguliert den Zellstoffwechsel und lindert Schmerzen.

 

Stufe 4: Operation als letzte Instanz

 

Sollten konservative Maßnahmen über mindestens sechs Monate nicht den gewünschten Erfolg bringen, können minimalinvasive Verfahren wie eine Gastrocnemius-Rezession oder eine operative Sanierung der Sehne in Betracht gezogen werden.

Prävention: Langfristig stabil bleiben

Um Rückfällen vorzubeugen, ist die Pflege der gesamten Beinrückseite entscheidend. Wir empfehlen Patient:innen die regelmäßige Durchführung eines Dehnungsprogrammes sowie die Anwendung einer Faszienrolle.

 

Die Heilungsdauer von Sehnen ist aufgrund ihres langsamen Stoffwechsels deutlich höher als bei Muskeln. Geduld und Konsequenz in der Therapie sind daher die wichtigsten Begleiter auf dem Weg zurück in den Sport.

 

Weitere Hinweise zu unseren medizinischen Leistungen finden Sie hier.

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Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Achillessehnenentzündung

Die wichtigsten Sofortmaßnahmen sind Belastungsanpassung, sanfte Bewegung und ergonomische Anpassungen. Eine professionelle Diagnose und strukturierte Therapie mit exzentrischem Training sind für den langfristigen Erfolg entscheidend.

Typisch sind Anlaufschmerzen am Morgen, ziehende Schmerzen oberhalb der Ferse, Druckempfindlichkeit der Sehne und Beschwerden bei Belastung. Die Schmerzen können in den Unterschenkel ausstrahlen.

Die Heilungsdauer variiert stark. Erste Besserungen sind oft nach 2-6 Wochen spürbar, die vollständige Genesung kann jedoch mehrere Monate bis über ein Jahr dauern.

Temporäre Fersenerhöhung, geeignete Schuhe und Belastungsreduktion helfen kurzfristig. Wichtiger ist jedoch ein strukturiertes Übungsprogramm zur langfristigen Stabilisierung.

Bei chronischen Verläufen ist ein konsequentes, über Monate durchgeführtes Krafttraining entscheidend. Ergänzend können physikalische Therapien und in Einzelfällen operative Maßnahmen erwogen werden.

Eine MRT ist nicht immer notwendig. Bei klaren klinischen Befunden reicht oft die körperliche Untersuchung. Bei unklaren Schmerzen oder Verdacht auf Ruptur kann eine MRT-Untersuchung sinnvoll sein.