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Achillessehnenriss

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Achillessehnenriss behandeln: Konservative Behandlung oder OP?

Sie verspüren einen plötzlichen, stechenden Schmerz in der Wade und können den Fuß nicht mehr normal abrollen? Ein hörbares „Schnalzen“ oder das Gefühl, von hinten getreten worden zu sein, sind klassische Anzeichen für eine Achillessehnenruptur – den kompletten Riss der stärksten Sehne unseres Körpers.

 

Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und ist der Motor für das Abrollen beim Gehen, Laufen und Springen. Beim OTC Regensburg setzen wir auf unsere ganzheitliche „Ursachenmedizin“: Wir klären die genaue Ursache Ihrer Beschwerden und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen individuell abgestimmten Behandlungsplan. Dabei nutzen wir die Synergie unserer drei Säulen – Ärztehaus, Radiologie und Therapiezentrum –, um Ihnen eine koordinierte Versorgung unter einem Dach zu bieten. Unser Ziel ist primär die konservative Heilung; eine Operation ziehen wir erst in Erwägung, wenn nicht-operative Optionen nicht ausreichen.

 

Beim OTC Regensburg verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, der die Achillodynie nicht als isoliertes Symptom, sondern als Folge funktioneller Ketten betrachtet. Unser Ziel ist es, durch präzise Diagnostik eine primär konservative Heilung zu ermöglichen.

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Kommen Sie in unsere Sprechstunde! Hier können wir in Ruhe Ihre Beschwerden besprechen. So stimmen wir Diagnostik und Therapie optimal aufeinander ab.

Die wichtigsten Fakten zum Achillessehnenriss:

  • Ein Achillessehnenriss ist die plötzliche Kontinuitätsunterbrechung der stärksten Sehne des Körpers, meist 2–6 cm oberhalb des Fersenbeins.
  • Typisch sind ein peitschenhiebartiger Schmerz, ein hörbares Schnalzen sowie eine deutliche Schwäche beim Zehenstand.
  • Ursache ist meist eine plötzliche Überlastung einer bereits degenerativ vorgeschädigten Sehne (Achillodynie) bei Sprints oder Stop-and-go-Bewegungen.
  • Moderne Studien belegen, dass die konservativ-funktionelle Behandlung und die Operation langfristig vergleichbare Ergebnisse liefern.
  • Die vollständige Genesung dauert in der Regel mehrere Monate und erfordert eine strukturierte Rehabilitation.
  • Suchen Sie bei Verdacht auf einen Riss umgehend ärztlichen Rat, um Folgeschäden zu vermeiden.

 

Was ist ein Achillessehnenriss?

Die Achillessehnenruptur bezeichnet die vollständige Durchtrennung der Sehne, welche die Wadenmuskulatur (M. gastrocnemius und M. soleus) mit dem Fersenbein verbindet. Sie ist die dickste Sehne des Menschen und ermöglicht die Plantarflexion – also das Herunterdrücken des Fußes.

 

Die Sehne verläuft am hinteren Unterschenkel und ist als kräftiger Strang tastbar. Der Riss ereignet sich meist in der sogenannten „Watershed-Zone“ (ca. 2–6 cm oberhalb des Ansatzes), da dieser Bereich schlechter durchblutet und somit anfälliger für Verschleiß ist. Bei einem kompletten Riss geht die Kraftübertragung verloren: Ein kraftvolles Abdrücken oder der Stand auf den Zehenspitzen ist dann nicht mehr möglich.

Symptome: Woran erkennen Sie einen Achillessehnenriss?

Typische Akut-Symptome: Ein Riss tritt meist unvermittelt auf. Patienten berichten oft von einem Gefühl wie ein „Peitschenhieb“ oder ein Tritt gegen die Wade. Häufig ist ein lautes Knallen oder Schnalzen zu hören. Der Schmerz ist initial sehr intensiv und stechend, lässt aber in Ruhe oft nach, bevor er in einen dumpfen Schmerz übergeht.

 

Funktionelle Einschränkungen

 

  • Tastbare Lücke: Oft lässt sich eine Delle im Sehnenverlauf ertasten.
  • Kraftverlust: Der Zehenspitzenstand ist auf der betroffenen Seite unmöglich.
  • Gangbild: Das Gehen ist nur noch humpelnd möglich, da die Abrollbewegung fehlt.

 

Teilruptur versus kompletter Riss Bei einem Anriss (Teilruptur) bleibt eine Restfunktion oft erhalten, was häufig dazu führt, dass die Verletzung als einfache „Zerrung“ missverstanden wird. Da eine Teilruptur jedoch instabil ist und komplett reißen kann, ist eine fachärztliche Abklärung essenziell.

Ursachen: Warum reißt die Achillessehne?

Mechanische Auslöser Klassische Auslöser sind explosive Bewegungen wie beim Tennis, Fußball oder Squash – Sportarten mit schnellen Richtungswechseln. Ähnlich wie beim Kreuzbandriss im Knie führen oft abrupte Scherkräfte zur Verletzung. Aber auch ein einfacher Fehltritt im Alltag kann die Sehne überfordern.

 

Degenerative Vorschädigung Ein Riss trifft selten eine völlig gesunde Sehne. Meist liegt eine chronische Achillodynie oder eine Achillessehnenentzündung vor. Diese verschleißbedingten Veränderungen schwächen die Struktur über Jahre hinweg, oft unbemerkt, bis die Sehne der akuten Belastung nicht mehr standhält.

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Diagnostik: So sichern wir den Befund

Beim OTC Regensburg kombinieren wir klinische Erfahrung mit moderner Technik:

 

  1. Anamnese & Untersuchung: Der Unfallhergang liefert wichtige Hinweise. Mit dem Thompson-Test (Druck auf die Wade) können wir einen Riss meist sofort sicher diagnostizieren.
  2. Ultraschall (Sonografie): Diese Untersuchung führen wir direkt in der Sprechstunde durch, um die Lücke zu vermessen.

 

MRT: Bei unklaren Befunden oder zur OP-Planung nutzen wir unsere hauseigene Radiologie für hochauflösende Aufnahmen der Sehnenstruktur.

 

Dr. med. Jörg Speer - Single Page Image

Achillessehnenriss behandeln: Konservativ oder operativ?

Unser Ziel ist die Wiederherstellung der vollen Belastbarkeit bei minimalem Risiko.

 

Konservative Behandlung: Die konservative Therapie erzielt in Studien vergleichbar gute Ergebnisse wie die Operation, hat sich in Deutschland aber noch nicht als Standard durchgesetzt.

Der Fuß wird zunächst mit einem Softcast (elastischem Kunststoffgips) in Spitzfußstellung ruhiggestellt und dann in einem speziellen Achillessehnen-Stiefel versorgt.

Unter der Einlage befinden sich drei Fersenkeile à 1 cm, die über die Wochen schrittweise entfernt werden.

  • Vorteile: Kein Operationsrisiko, keine Narbenbildung, Schutz der Nerven.

 

Operative Behandlung: Eine Operation ist die klassische Methode mit der in Deutschland Achillessehnenrisse behandelt werden. Es gibt traditionelle offene und minimal-invasive Techniken. Früher wurde der Operation eine geringeres Rerupturrisiko zugesprochen.

 

Mit der bei uns durchgeführten hochmodernen funktionell-konservative Therapie liegt die Rerupturrate auf einem extrem niedrigen Niveau, das mindestens mit der der Operation vergleichbar wenn nicht sogar geringer ist. Bei deutlich geringerem Behandlunsrisiko, sehr schneller voller Belastbarkeit und sehr positivem Schmerzverlauf.

  • Vorteile: Die Rerupturrate ist bei der funktionellen konservativen Therapie vergleichbar mit der Operation; das Operationsrisiko – insbesondere Wundheilungsstörungen – ist jedoch deutlich höher.


Das ist der Grund, wieso im OTC | REGENSBURG praktisch ausschließlich die funktionelle konservative Therapie zur Anwendung kommt.

Heilungsdauer und Rehabilitation

Geduld ist bei dieser Verletzung entscheidend. Die Sehne benötigt Zeit, um wieder stabil zu werden:

  • Phase 1 (Woche 0–6): Ruhigstellung im Softcast und anschließend im Achillessehnen-Stiefel mit Fersenkeilen; die Keile werden schrittweise wochenweise entfernt.
  • Phase 2 (Woche 6–12): Übergang zum normalen Schuhwerk, intensiver Kraftaufbau der Wadenmuskulatur.
  • Phase 3 (ab 6 Monate): Rückkehr zum Laufsport und sportspezifisches Training.

 

Wesentlicher Bestandteil der konservativen Therapie ist die frühzeitige isometrische Kraftbelastung, die dazu beiträgt, die sich bildende Narbenbrücke zwischen den Sehnenenden zu stabilisieren.

 

Entscheidend ist dabei die korrekte Spitzfußstellung während der Heilungsphase: Ohne diese neigt die Sehne zur Verlängerung, was die spätere Kraftentwicklung dauerhaft einschränken kann.

Ihr Weg zurück zur schmerzfreien Bewegung

Egal ob eine konservative Behandlung oder eine Operation – eine konsequente Physiotherapie in unserem hauseigenen Therapiezentrum ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir begleiten Sie mit gezielten Übungen, um Defizite in der Kraft und Koordination auszugleichen und ein erneutes Reißen zu verhindern. Dies gilt für alle komplexen Verletzungen, vom Schlüsselbeinbruch bis hin zu diffusen Fußschmerzen.

 

Wann zum Spezialisten?

 

Suchen Sie uns sofort auf, wenn Sie ein Schnalzen gespürt haben oder der Zehenstand nicht mehr möglich ist. Je früher wir mit der Therapie beginnen, desto besser ist die Prognose für Ihre Rückkehr in den Sport und den Alltag.

 

 

Hinweis: Diese Informationen dienen der Aufklärung und ersetzen kein ärztliches Gespräch. Bei akuten Beschwerden vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde.

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FAQ: Häufige Fragen zum Achillessehnenriss

Bei einer Achillessehnenruptur wird die mechanische Verbindung zwischen der Wadenmuskulatur und dem Fersenbein vollständig unterbrochen. Da die Kraft nicht mehr übertragen werden kann, ist ein kraftvolles Abdrücken des Fußes unmöglich. Oft lässt sich im Seitenvergleich eine deutliche Delle ertasten. Da ähnliche Symptome auch bei schweren Wadenschmerzen auftreten können, ist eine fachärztliche Abklärung unerlässlich.

Klassisch ist ein peitschenhiebartiger Schmerz, oft begleitet von einem hörbaren Knacken oder Schnalzen. Viele Betroffene berichten von dem bizarren Gefühl, jemand sei ihnen von hinten in die Ferse getreten. Ein sicheres Zeichen ist die Unfähigkeit, sich auf die Zehenspitzen zu stellen oder den Fuß beim Gehen normal abrollen.

Die Sehne benötigt Zeit, um wieder stabil zu werden. Rechnen Sie mit einer Dauer von mehreren Monaten. Während normales Gehen meist nach 6 bis 12 Wochen (oft mithilfe einer speziellen Orthese) wieder möglich ist, erfolgt die volle Rückkehr in den Sport meist erst nach 6 bis 12 Monaten. In unserem Therapiezentrum begleiten wir Sie durch alle Phasen dieses Prozesses.

Nein. Dank moderner und frühfunktioneller Behandlungskonzepte erzielt die konservative Therapie heute oft ebenso gute Ergebnisse wie eine Operation. Die Entscheidung treffen wir individuell – entscheidend ist vor allem, ob eine spezialisierte konservative Behandlung in einem entsprechenden Zentrum durchgeführt werden kann, sowie patientenspezifische Faktoren wie Alter, Begleiterkrankungen und Aktivitätsniveau.

Bei einer Teilruptur (Anriss) ist die Sehne nur teilweise beschädigt, wodurch eine gewisse Restfunktion erhalten bleibt. Das Abrollen ist schmerzhaft, aber meist noch eingeschränkt möglich. Bei einem kompletten Riss ist die Kontinuität vollständig unterbrochen. Wichtig: Auch ein Anriss muss professionell behandelt werden, da er oft die Vorstufe zu einem kompletten Riss darstellt und meist auf einer chronischen Achillodynie basiert.

Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne des Körpers. Sie entspringt an der Wadenmuskulatur und setzt etwa 2 Zentimeter oberhalb der Fersenkante am Fersenbein an. Sie ist als dicker, fester Strang direkt unter der Haut zwischen Wade und Ferse tastbar.