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Tennisellbogen

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Tennisarm: Effektive Therapien Für Schnelle Linderung Und Langfristige Stabilität

Sie spüren beim Öffnen einer Flasche, beim Tragen einer Einkaufstasche oder beim Händedruck einen stechenden Schmerz außen am Ellenbogen?

 

Diese Beschwerden deuten oft auf einen Tennisellbogen hin – eine degenerative Überlastungserkrankung der Sehnenansätze am äußeren Ellenbogen.

 

Obwohl die Bezeichnung “Tennisellbogen” suggeriert, dass nur Tennisspieler betroffen sind, entwickeln die meisten Patienten diese Beschwerden durch alltägliche Belastungen wie Computer- oder Handwerksarbeit.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Diagnose und einem strukturierten Behandlungsplan lassen sich die Beschwerden in den meisten Fällen erfolgreich ohne Operation behandeln.

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Kommen Sie in unsere Sprechstunde! Hier können wir in Ruhe Ihre Beschwerden besprechen. So stimmen wir Diagnostik und Therapie optimal aufeinander ab.

Was ist ein Tennisarm?

Der Tennisllbogen, medizinisch als laterale Epicondylopathie-oder -itis bezeichnet, ist eine degenerative Tendinopathie

der Strecksehnen am äußeren Ellenbogen. Hauptsächlich betroffen ist der Sehnenansatz des Musculus extensor carpi radialis brevis (ECRB), der für die Streckung des Handgelenks und der Finger zuständig ist.

Entgegen der Bezeichnung “Epicondylitis” handelt es sich nicht um eine klassische Entzündung. Stattdessen liegt eine angiofibroblastische Tendinose vor – eine degenerative Veränderung der Sehnenstruktur mit Desorganisation der Kollagenfasern und fehlgeschlagener Heilung. Diese Erkenntnis erklärt, warum reine Entzündungsmedikamente oft nur kurzfristig helfen.

Der Tennisarm betrifft etwa 1-3% der Erwachsenen jährlich, wobei Menschen zwischen 30 und 50 Jahren am häufigsten betroffen sind.

Symptome: Wie macht sich ein Tennisarm bemerkbar?

Die typischen Tennisarm-Schmerzen entwickeln sich meist schleichend und verstärken sich bei bestimmten Bewegungen. Der Schmerz lokalisiert sich direkt über dem knöchernen Vorsprung außen am Ellenbogen (lateraler Epicondylus) und kann in den Unterarm bis zum Handrücken ausstrahlen.

Charakteristische Beschwerden sind:

  • Druckschmerz über dem äußeren Ellenbogen, besonders beim festen Zugreifen
  • Stechende oder ziehende Schmerzen beim Heben von Gegenständen mit gestrecktem Arm
  • Verstärkung der Beschwerden beim Öffnen von Flaschen oder Dosen
  • Schmerzen beim Tippen oder bei der Mausnutzung
  • Nachlassende Griffkraft, besonders bei Drehbewegungen
  • Schmerzen beim Strecken des Ellenbogens gegen Widerstand

 

In frühen Stadien treten die Schmerzen nur bei Belastung auf. Bei fortgeschrittenen Verläufen können sie auch in Ruhe oder nachts auftreten und den Schlaf beeinträchtigen.

 

Wichtig ist die Abgrenzung zum Golferellenbogen, bei dem die Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens lokalisiert sind.

Ursachen: Wie entsteht ein Tennisellbogen?

Der Tennisellbogen entsteht durch wiederholte mechanische Überlastung der Sehnenansätze, bei der die Reparaturkapazität der Sehne überfordert wird. Dies führt zu Mikroverletzungen und degenerativen Veränderungen der Sehnenstruktur.

 

Häufige Auslöser sind:

 

  • Computer- und Büroarbeit: Intensive Mausnutzung, ungünstige Armhaltung am Bildschirmarbeitsplatz
  • Handwerkliche Tätigkeiten: Schrauben, Hämmern, wiederholte Greifbewegungen mit Werkzeugen
  • Sportliche Aktivitäten: Rückhandbewegungen beim Tennis, andere Schlägersportarten
  • Haushaltstätigkeiten: Schweres Heben, Gartenarbeit, wiederholte Drehbewegungen

 

Risikofaktoren umfassen das mittlere Lebensalter, hohe Wiederholungsraten bestimmter Bewegungen, unzureichende Regenerationspausen und individuelle Sehnenvulnerabilität.

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Diagnose: Wie wir einen Tennisellbogen sicher erkennen

Bei OTC | REGENSBURG erfolgt die Diagnose eines Tennisarms systematisch und umfasst eine gründliche Anamnese, klinische Untersuchung und bei Bedarf bildgebende Verfahren.

Klinische Untersuchung

Die klinische Diagnose des Tennisarms steht im Vordergrund. Wir führen gezielte Provokationstests durch, die eine hohe Sensitivität für die Diagnose aufweisen. Dazu gehören Widerstandstests für die Handgelenk- und Fingerstreckung sowie die Prüfung des Druckschmerzes über dem lateralen Epicondylus.

Bildgebende Diagnostik

Sonografie:  Bei unklaren Befunden oder zur Abgrenzung anderer Ursachen führen wir eine Ultraschalldiagnostik durch. Sie stellt auch frühe degenerative Veränderungen dar und hilft bei der Differenzialdiagnostik.

 

MRT: Bei unklaren Befunden oder zur Abgrenzung anderer Ursachen führen wir eine Magnetresonanztomografie durch. Sie stellt auch frühe degenerative Veränderungen dar und hilft bei der Differenzialdiagnostik.

Differenzialdiagnostik

Wichtige Differenzialdiagnosen bei Ellenbogenschmerzen

umfassen die posterolaterale Instabilität ( PLRI), das Radialtunnelsyndrom, zervikale Radikulopathien, Gelenkarthrose oder andere Nervenkompressionsyndrome.

 

Unsere strukturierte Diagnostik grenzt diese Ursachen sicher ab.

Behandlung: Was wirklich gegen Tennisarm hilft

Unser Behandlungsansatz folgt einem klaren Stufenplan, der konservative Maßnahmen priorisiert. Wo immer möglich, behandeln wir Ihre Beschwerden ohne Operation und ziehen einen Eingriff nur in Betracht, wenn konservative Optionen nicht ausreichen.

 

Grundprinzipien der konservativen Therapie

Das Ziel ist die Schmerzreduktion, Verbesserung der Sehnenqualität und Wiederherstellung der vollen Belastbarkeit. Dabei gilt der Grundsatz: so viel Aktivität wie möglich, so viel Entlastung wie nötig.

Was können Sie selbst bei Tennisellbogen tun?

Belastungsanpassung: Reduzieren Sie vorübergehend die auslösenden Tätigkeiten oder modifizieren Sie diese. Bei Computerarbeit können ergonomische Anpassungen wie eine optimale Mausposition oder regelmäßige Pausen helfen.

 

Schonende Bewegung: Komplette Ruhigstellung ist meist kontraproduktiv. Sanfte Dehnungen und Bewegungsübungen, die wir Ihnen zeigen, fördern die Durchblutung und Heilung.

 

Physiotherapie und Übungsprogramme

Exzentrisches Krafttraining bildet das Herzstück der Tennisarm-Therapie. Diese speziellen Übungen, bei denen der Muskel unter Spannung gedehnt wird, haben sich als besonders wirksam erwiesen. Studien zeigen, dass exzentrisches vs. konzentrisches Training bildet das Herzstück der Tennisarm-Therapie. Diese speziellen Übungen, bei denen der Muskel unter Spannung gedehnt wird, haben sich als besonders wirksam erwiesen. Studien zeigen, dass

 

In unserem Therapiezentrum entwickeln wir ein individuell dosiertes Übungsprogramm mit progressiver Steigerung von Häufigkeit und Intensität.

 

Schmerzmedikation und Salben

Lokale entzündungshemmende Gele können kurzfristig Linderung verschaffen. Welche Salbe bei Tennisarm am besten geeignet ist, hängt von individuellen Faktoren ab. Orale Schmerzmittel wie Ibuprofen werden manchmal kurzzeitig eingesetzt – ob dies für Sie sinnvoll und sicher ist, besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

 

Physikalische Therapie und Hilfsmittel

Epicondylitis-Spangen oder Kinesio-Taping können vorübergehend entlasten, ersetzen aber nicht die aktive Therapie. Evidenz für Orthesen zeigt, dass sie nur ergänzend zu manueller Therapie und Übungen wirksam sind.

 

Injektions- und Zusatztherapien

Bei therapieresistenten Verläufen können regenerative Verfahren wie PRP (plättchenreiches Plasma) eine Option darstellen. Kortikosteroid-Injektionen bieten zwar kurzfristige Linderung, zeigen aber häufig ungünstige Langzeitergebnisse und hohe Rezidivraten. Im ungünstigsten Fall zerstören sie das Sehnengewebe.

 

Operative Therapie

Eine Operation wird nur als letzte Stufe nach mindestens sechs Monaten erfolgloser konservativer Therapie erwogen. Operative Behandlung des Tennisellbogens kommt nur bei anhaltender erheblicher Funktionseinschränkung in Betracht.

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Heilungsdauer: Wie lange dauert ein Tennisarm?

Die Heilungsdauer beim Tennisellbogen variiert erheblich, aber die Prognose ist grundsätzlich günstig. Studien zeigen, dass 90% aller Patienten innerhalb von 12 Monaten eine deutliche Besserung erfahren.

 

Typischer Verlauf:

  • Erste Besserung: 2-4 Wochen bei konsequenter Therapie
  • Deutliche Schmerzreduktion: 6-12 Wochen
  • Vollständige Ausheilung: 6-12 Monate

 

Faktoren, die die Heilungsdauer beeinflussen, sind die Dauer der Beschwerden vor Therapiebeginn, die Konsequenz der Übungstherapie und die Möglichkeit zur Belastungsreduktion.

Arbeitsfähigkeit bei Tennisarm

Darf man mit Tennisarm arbeiten? Das hängt von der Tätigkeit und dem Schmerzgrad ab. Büroarbeiter können oft mit ergonomischen Anpassungen weiterarbeiten, während körperlich Tätige möglicherweise vorübergehend andere Aufgaben übernehmen müssen. Die Dauer einer eventuellen Krankschreibung besprechen wir individuell in der Sprechstunde.

Rückkehr zum Sport

Sportler können meist schrittweise zu ihrer Aktivität zurückkehren. Zunächst erfolgt eine Anpassung der Technik und Trainingsintensität, parallel zum Aufbau der Sehnenqualität durch gezieltes Training.

Langfristige Stabilität und Prävention

Bei OTC | REGENSBURG entwickeln wir nicht nur einen Behandlungsplan für Ihre aktuellen Beschwerden, sondern auch Strategien zur Rückfallprophylaxe.

Präventionsmaßnahmen umfassen:

  • Aufbau eines langfristigen Kräftigungsprogramms für Unterarm- und Schultermuskulatur
  • Optimierung der Arbeitsplatz-Ergonomie (Maus, Tastatur, Stuhl- und Tischhöhe)
  • Anpassung der Sporttechnik und Trainingsgestaltung
  • Regelmäßige Pausen bei repetitiven Tätigkeiten

 

Unser Therapiezentrum bietet strukturierte Präventionsprogramme und Anleitung für eigenständige Übungskonzepte.

 

Wann sollten Sie medizinischen Rat suchen zum Tennisarm?

Konsultieren Sie einen Arzt bei:

  • Starken oder zunehmenden Schmerzen außen am Ellenbogen
  • Anhaltenden Beschwerden über 4-6 Wochen trotz Entlastung
  • Deutlicher Kraftminderung oder Taubheitsgefühlen
  • Unsicherheit über die Diagnose
  • Wenn der Tennisellbogen nicht besser wird trotz Selbstbehandlung

 

Privatversicherte Patienten erhalten bei uns meist kurzfristige Termine und haben Zugang zu erweiterten Diagnostikoptionen.

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Häufig gestellte Fragen zum Tennisarm (FAQ):

Die wichtigsten Sofortmaßnahmen sind Belastungsreduktion, sanfte Bewegung und ergonomische Anpassungen. Eine professionelle Diagnose und strukturierte Therapie mit exzentrischem Training sind für den langfristigen Erfolg entscheidend.

Lokale entzündungshemmende Gele können kurzfristig Schmerzen lindern. Die Auswahl der optimalen Salbe sollte individuell erfolgen und ersetzt nicht die aktive Übungstherapie.
Die meisten Patienten erfahren innerhalb von 6-12 Monaten eine deutliche Besserung. Mit konsequenter Therapie kann oft schon nach wenigen Wochen eine Schmerzreduktion erreicht werden.

Das hängt von der Tätigkeit ab. Oft sind Anpassungen am Arbeitsplatz möglich, die eine Fortsetzung der Arbeit erlauben. Die individuelle Arbeitsfähigkeit besprechen wir in der Sprechstunde.

Bei therapieresistenten Verläufen können erweiterte Diagnostik, regenerative Therapien oder eine Überprüfung der Übungstechnik hilfreich sein. Eine spezialisierte Betreuung ist dann besonders wichtig.