Golferellenbogen: Schmerzen an der Innenseite des Ellenbogens verstehen und gezielt behandeln
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Sie spüren beim Händedruck, beim Heben einer Kaffeetasse oder beim Drehen eines Schraubendrehers einen ziehenden oder brennenden Schmerz an der Innenseite des Ellenbogens?
Beim Golferellenbogen, medizinisch als mediale Epicondylitis oder Epicondylitis ulnaris humeri bezeichnet, sind die Beugesehnen am inneren Knochenvorsprung des Ellenbogens betroffen – während beim Tennisarm die Strecksehnen an der Außenseite überlastet werden.
Trotz des Namens entsteht dieser Zustand selten durch Golf. Büroarbeit mit intensivem Mausarbeiten, handwerkliche Tätigkeiten und repetitive Alltagsbewegungen sind weit häufigere Auslöser – Belastungsmuster, die auch zur Sehnenscheidenentzündung führen können.
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Auf einen Blick
- Der Golferellenbogen ist eine schmerzhafte Reizung der Beugesehnen am inneren Ellenbogen – medizinisch mediale Epicondylitis oder Epicondylitis ulnaris humeri.
- Trotz des Namens entstehen die Beschwerden meist nicht durch Golf, sondern durch wiederholte Beuge- und Drehbewegungen im Beruf, im Sport oder im Alltag.
- Es handelt sich überwiegend um eine degenerative Sehnenveränderung (Tendinopathie), nicht um eine klassische Entzündung – das erklärt, warum reine Schmerzmittel selten ausreichen.
- In den meisten Fällen helfen Belastungsanpassung, gezieltes Training und ergänzende Verfahren – eine Operation ist selten nötig.
Eine präzise Diagnose mit klinischer Untersuchung und bei Bedarf Sonografie oder MRT bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung.
Was ist ein Golferellenbogen?
Der Golferarm – umgangssprachlich auch Golferellenbogen oder Golfarm genannt – ist eine Überlastungserkrankung der Sehnenansätze an der Innenseite des Ellenbogens. Betroffen ist der Epicondylus medialis, der knöcherne Vorsprung auf der Innenseite des Oberarmknochens, an dem mehrere Beugemuskeln des Handgelenks und des Unterarms entspringen.
Hauptsächlich betroffen sind der Musculus flexor carpi radialis (Handgelenkbeuger) und der Musculus pronator teres (Einwärtsdreher des Unterarms), wie Übersichtsarbeiten zur medialen Epicondylitis bestätigen. Wiederholte Belastungen überfordern die Reparaturkapazität dieser Sehnenansätze, was zu Mikroverletzungen und dauerhaften Gewebeveränderungen führt.
Laut einer finnischen Bevölkerungsstudie liegt die Prävalenz der medialen Epicondylitis bei etwa 0,4 % der Bevölkerung, mit einem Häufigkeitsgipfel zwischen 45 und 54 Jahren. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen.
Golferellenbogen vs. Tennisellenbogen: der Unterschied auf einen Blick
Beide Beschwerdebilder betreffen den Ellenbogen, unterscheiden sich aber klar in ihrer Lokalisation.
Beim Tennisarm schmerzt die Außenseite des Ellenbogens, weil die Strecksehnen am lateralen Epicondylus betroffen sind. Beim Golferarm hingegen sitzt der Schmerz an der Innenseite, da die Beugesehnen am medialen Epicondylus überlastet sind.
Kurz gesagt: außen = Tennisarm, innen = Golferarm.
Diese Unterscheidung ist klinisch wichtig, weil sich Diagnostik und Therapie in einigen Punkten unterscheiden.
Was passiert in der Sehne?
Viele Patienten fragen sich, warum Schmerzmittel allein nicht dauerhaft helfen. Die Antwort liegt im Gewebe selbst.
Beim Golferellenbogen handelt es sich nicht um eine klassische Entzündung, sondern um eine degenerative Tendinopathie – einen Prozess, bei dem wiederholte Überlastung zu Mikrorissen im Sehnengewebe führt. Da Sehnenansätze schlecht durchblutet sind, verläuft die Heilung langsam. Im chronischen Verlauf entstehen desorganisierte Kollagenfasern und funktionslose neue Blutgefäße, die das gesunde Sehnengewebe nicht ersetzen können.
Dieser dreistufige Prozess aus Verletzung, fehlgeschlagener Heilung und klinischer Beschwerdeentwicklung erklärt, warum die Sehne strukturierte mechanische Reize braucht – und nicht nur Ruhe oder entzündungshemmende Medikamente.
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Symptome: So Macht Sich Ein Golferellenbogen Bemerkbar
Die Golferarm-Schmerzen entwickeln sich meist schleichend. Viele Betroffene berichten, dass die Beschwerden zunächst nur bei bestimmten Bewegungen auftreten und sich erst im Verlauf verstärken oder in Ruhe fortbestehen.
Typische Symptome am inneren Ellenbogen sind:
- Druckschmerz direkt am knöchernen Vorsprung der Ellenbogeninnenseite
- Ziehende oder brennende Schmerzen, die in den Unterarm bis zur Hand ausstrahlen können
- Beschwerden beim Greifen, Händedruck, Tragen oder Aufschrauben einer Flasche
- Verstärkung beim Beugen des Handgelenks oder beim Einwärtsdrehen des Unterarms (Pronation)
- Nachlassende Griffkraft, besonders bei kraftbetonten Tätigkeiten
- In fortgeschrittenen Fällen: Ruheschmerz oder Beschwerden in der Nacht
- Kribbeln in Ring- und Kleinfinger – ein Hinweis auf eine mögliche Begleitreizung des Nervus ulnaris, der ebenfalls an der Ellenbogeninnenseite verläuft
Wichtig: Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Fingern sollte ärztlich abgeklärt werden, da es auch auf ein eigenständiges Nervenkompressionsyndrom hinweisen kann – eine Differenzialdiagnose, die wir systematisch ausschließen, wenn Patienten mit Schulterschmerzen und ausstrahlenden Beschwerden zu uns kommen.
Selbsttest – drei Hinweise auf einen Golferellenbogen
Bevor Sie einen Arzt aufsuchen, können Sie mit drei einfachen Handgriffen prüfen, ob Ihre Beschwerden zum typischen Bild eines Golferarms passen.
- Drucktest: Tasten Sie mit einem Finger den knöchernen Vorsprung auf der Innenseite des Ellenbogens ab. Löst gezielter Druck genau dort Schmerzen aus, ist das ein erster Hinweis.
- Widerstandstest Handgelenkbeugung: Strecken Sie den Arm aus und beugen Sie das Handgelenk gegen leichten Gegendruck (z. B. mit der anderen Hand). Entsteht dabei Schmerz an der Ellenbogeninnenseite, deutet das auf eine Beteiligung der Beugesehnen hin.
- Pronationstest: Drehen Sie den ausgestreckten Unterarm gegen leichten Widerstand einwärts (Handfläche nach unten). Schmerz innen am Ellenbogen bei dieser Bewegung ist ein weiteres Zeichen.
Ein positiver Selbsttest gibt Ihnen Orientierung, ersetzt aber keine klinische Untersuchung. Mehrere andere Ursachen können ähnliche Beschwerden verursachen – eine ärztliche Abklärung bleibt notwendig.
Ursachen und Risikofaktoren: Wer Bekommt Einen Golferellenbogen?
Der Golferarm entsteht durch wiederholte Überlastung der Beugesehnen am inneren Ellenbogen. Jede Bewegung, bei der das Handgelenk kräftig gebeugt oder der Unterarm einwärts gedreht wird, belastet diese Sehnenansätze. Übersteigt die kumulierte Belastung die Erholungsfähigkeit des Gewebes, entstehen Mikroverletzungen.
Häufige Auslöser sind:
- Beruf und Alltag: Schrauben, Hämmern, intensives Mausarbeiten, Tragen schwerer Gegenstände, Gartenarbeit
- Sport: Golfschwung (Beschleunigungsphase), Klettern, Krafttraining mit ungünstiger Griffhaltung, Wurfsportarten
- Haushaltstätigkeiten: Wringen, Kneten, wiederholte Drehbewegungen
Kraftbetonte Arbeit ist ein nachgewiesener Risikofaktor für die Entstehung eines Golferellenbogens – deutlich stärker als reine Wiederholungsarbeit. Weitere Risikofaktoren laut bevölkerungsbasierter Forschung umfassen Rauchen, Übergewicht und das mittlere Lebensalter zwischen 35 und 55 Jahren.
Diagnose: Wie Wir Einen Golferellenbogen Sicher Erkennen
Bei OTC Regensburg erfolgt die Diagnose systematisch. Wir suchen nicht nur nach dem Symptom, sondern nach der genauen Ursache – denn nur so lässt sich eine Therapie entwickeln, die wirklich passt.
Klinische Untersuchung
Zunächst erheben wir eine ausführliche Anamnese: Wann treten die Schmerzen auf? Welche Tätigkeiten lösen sie aus? Wie lange bestehen die Beschwerden bereits?
Anschließend führen wir gezielte Provokationstests durch – Widerstandstest der Handgelenkbeugung, Pronationstest und Druckpunktuntersuchung am Epicondylus medialis.
Zusätzlich prüfen wir den Nervus ulnaris (Tinel-Zeichen am inneren Ellenbogen), da eine gleichzeitige Nervenbeteiligung – das sogenannte Kubitaltunnelsyndrom – nicht selten vorkommt. Bei ausstrahlenden Beschwerden in Arm und Hand schließen wir auch proximale Nervenkompressionen wie das Thoracic Outlet Syndrom differenzialdiagnostisch aus.
Wichtige Differenzialdiagnosen, die wir dabei ausschließen, sind das Sulcus-ulnaris-Syndrom, eine Verletzung des ulnaren Seitenbandes (UCL), zervikale Radikulopathien sowie Gelenkarthrose.
Bildgebende Diagnostik bei OTC Regensburg
Sonografie: Ultraschall eignet sich hervorragend als erste bildgebende Maßnahme. Wir nutzen ihn, um die Sehnenstruktur direkt darzustellen – Ziel ist es, degenerative Veränderungen, Mikrorisse oder pathologische Gefäßneubildungen zu erkennen. Der Nutzen für Sie: schnelle Befundung, oft noch im gleichen Termin, mit einer nachgewiesenen Sensitivität von über 95 % für die mediale Epicondylitis.
MRT: Bei unklaren Befunden oder wenn eine Verletzung des ulnaren Seitenbandes oder intraartikuläre Strukturen beurteilt werden müssen, setzen wir eine Magnetresonanztomografie ein. Hochauflösende Weichteildarstellung ermöglicht eine sichere Therapieplanung auch in komplexen Situationen.
Weil Sprechstunde, Radiologie und Therapiezentrum bei uns unter einem Dach arbeiten, lassen sich Befund und Therapieentscheidung oft am selben Tag besprechen – ohne lange Wartezeiten zwischen den einzelnen Schritten. Unsere Handsprechstunde bietet diese integrierte Diagnostik und Therapieplanung für alle Erkrankungen der oberen Extremität.
Behandlung: Phasengerechte Therapie Beim Golferellenbogen
Wo immer möglich, behandeln wir Ihre Beschwerden ohne Operation und ziehen einen Eingriff nur in Betracht, wenn konservative Optionen nicht ausreichen. Unser Behandlungsansatz folgt einem klaren Stufenplan, der die Sehne schrittweise wieder belastbar macht.
Phase 1 – Akutphase: Schmerzlinderung und Schutz
In den ersten Tagen und Wochen steht die Schmerzreduktion im Vordergrund. Belastungsreduktion bedeutet dabei nicht vollständige Ruhigstellung – sanfte Bewegung ist in der Regel besser als Immobilisierung.
Sinnvolle Maßnahmen in dieser Phase:
- Auslösende Tätigkeiten vorübergehend anpassen oder reduzieren
- Kühlung bei akuten Beschwerden in den ersten Tagen
- Kurzfristige Schmerzmedikation – bitte mit Ihrem Arzt besprechen, welche Mittel für Sie geeignet sind
- Epicondylitis-Bandage oder Unterarmspange zur Lastumverteilung am Sehnenansatz
Phase 2 – Rehabilitation: Sehnenqualität verbessern
Sobald der akute Schmerz nachlässt, beginnt der eigentlich entscheidende Teil der Therapie. Ziel ist es, das Sehnengewebe durch gezielte mechanische Reize zur Regeneration anzuregen.
Exzentrisches Krafttraining bildet das Herzstück dieser Phase. Bei exzentrischen Übungen wird der Muskel unter Spannung gedehnt – ein Reiz, der nachweislich die Kollagensynthese anregt und das Sehnengewebe umbaut. Leitlinien zur Behandlung chronischer Sehnenprobleme betonen Belastungsanpassung, relative Ruhe und progressives Krafttraining als Grundpfeiler jeder Tendinopathie-Therapie.
Ergänzend kommen manuelle Therapie, Triggerpunktbehandlung und Faszienarbeit zum Einsatz. Bei chronischen Verläufen kann Stoßwellentherapie unterstützend wirken.
Phase 3 – Stabilisierung und Rückkehr zur Belastung
In der dritten Phase geht es darum, die wiedergewonnene Sehnenqualität dauerhaft zu sichern. Antagonistentraining (Kräftigung der Streckmuskulatur) schützt vor erneuter Überlastung. Gleichzeitig analysieren wir gemeinsam, welche Bewegungsmuster oder ergonomischen Bedingungen die Beschwerden ursprünglich ausgelöst haben.
Schrittweise Belastungssteigerung, sport- oder arbeitsplatzspezifische Bewegungsanalyse und ergonomische Anpassungen (Mausposition, Werkzeuggriffstärke, Schwungtechnik) runden diese Phase ab.
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Übungen gegen den Golferellenbogen – Beispiele aus unserer Praxis
Konkrete Übungen müssen immer zur aktuellen Phase passen. Hier drei Beispiele, die wir häufig einsetzen:
Exzentrische Handgelenkbeugung: Setzen Sie sich, legen Sie den Unterarm auf dem Oberschenkel ab, Handfläche nach oben. Heben Sie ein leichtes Gewicht (0,5–1 kg) durch Beugung des Handgelenks an, senken Sie es dann langsam und kontrolliert ab. Das kontrollierte Absenken ist der entscheidende Reiz für die Sehne.
Beuger-Dehnung: Strecken Sie den betroffenen Arm aus, Handfläche nach oben. Ziehen Sie die Finger mit der anderen Hand sanft nach unten, bis Sie eine Dehnung an der Unterarminnenseite spüren. Halten Sie 20–30 Sekunden.
Pronator-Dehnung: Strecken Sie den Arm aus, Daumen nach oben. Drehen Sie den Unterarm mit der anderen Hand sanft auswärts, bis Sie einen leichten Zug an der Innenseite wahrnehmen.
Bitte beachten: Übungen sollten phasengerecht und idealerweise unter therapeutischer Anleitung durchgeführt werden. Schmerzen während der Übung sind ein Signal, Intensität oder Ausführung anzupassen.
Injektions- und Zusatztherapien
Bei therapieresistenten Verläufen stehen ergänzende Verfahren zur Verfügung. Dabei gilt es, ehrlich abzuwägen:
Kortison: Eine einzelne Kortikosteroid-Injektion kann kurzfristig Schmerzen lindern. Allerdings zeigen Studien, dass wiederholte Injektionen die Langzeitprognose verschlechtern und das Sehnengewebe schädigen können. Kortison ist daher kein Ersatz für strukturierte Rehabilitation.
PRP / ACP (plättchenreiches Plasma): Regenerative Verfahren nutzen körpereigene Wachstumsfaktoren, um die Sehnenregeneration zu unterstützen. Die Evidenz ist aktuell uneinheitlich, bei therapieresistenten Verläufen kann ein Einsatz jedoch sinnvoll sein.
Stoßwellentherapie: Ergänzend einsetzbar, vor allem bei chronischen Beschwerden, die auf Übungsprogramme allein nicht ausreichend ansprechen.
Operation – wann sie wirklich sinnvoll ist
Eine Operation kommt erst nach mindestens sechs Monaten konsequenter konservativer Therapie ohne ausreichende Besserung in Betracht. Ziel des Eingriffs ist das Entfernen (Débridement) des degenerierten Sehnengewebes, bei Bedarf mit Refixation und ggf. Dekompression des Nervus ulnaris.
Nach einer Operation folgt ein strukturiertes Rehabilitationsprogramm:
Schiene für 10–14 Tage, Beginn des Krafttrainings ab etwa sechs Wochen, Rückkehr zur sportlichen Belastung frühestens nach drei Monaten. Operative Eingriffe sind selten notwendig – und bei korrekter Indikation in der Regel gut wirksam.
Heilungsdauer und Prognose
Die Heilungsdauer beim Golferarm variiert, die Prognose ist bei konsequenter Therapie jedoch grundsätzlich günstig.
Typischer Verlauf:
- Erste Besserung: 2–6 Wochen bei konsequenter Belastungsanpassung und Übungstherapie
- Deutliche Schmerzreduktion: 6–12 Wochen
- Vollständige Ausheilung: oft 6–12 Monate, bei chronischen Verläufen länger
Faktoren, die die Heilungsdauer beeinflussen, sind die Beschwerdedauer vor Therapiebeginn, die Konsequenz beim Übungsprogramm, die Möglichkeit zur Belastungsanpassung im Beruf sowie Begleitfaktoren wie Rauchen oder Diabetes.
Büroarbeit lässt sich häufig mit ergonomischen Anpassungen fortführen. Körperlich Tätige müssen gegebenenfalls vorübergehend andere Aufgaben übernehmen. Sportler kehren schrittweise zurück – zunächst mit angepasster Technik und reduzierter Intensität, parallel zum Aufbau der Sehnenbelastbarkeit.
Vorbeugung und Langfristige Stabilität
Vorbeugung und Langfristige Stabilität
Bei unserem Team entwickeln wir nicht nur einen Plan für die aktuellen Beschwerden, sondern auch Strategien, um einem Rückfall vorzubeugen.
Präventionsmaßnahmen umfassen:
- Aufwärmen und Mobilisieren der Unterarmmuskulatur vor Belastung
- Kräftigung der Antagonisten (Streckmuskeln des Handgelenks)
- Ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz (Mausposition, Werkzeuggriffstärke, Pausenregeln)
- Technikoptimierung im Sport (Griffhaltung, Schwungbewegung)
- Frühzeitige Reaktion bei wiederkehrenden Beschwerden – nicht abwarten, bis der Schmerz chronisch wird
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Wann Sie Ärztlichen Rat Suchen Sollten
Viele Beschwerden am inneren Ellenbogen lassen sich mit ersten Selbstmaßnahmen lindern. Suchen Sie jedoch ärztlichen Rat, wenn folgende Zeichen auftreten:
- Anhaltende Schmerzen über 4–6 Wochen trotz Entlastung
- Deutliche Kraftminderung oder Taubheitsgefühl in Ring- und Kleinfinger
- Nachtschmerz oder Ruheschmerz
- Schwellung oder Rötung am Ellenbogen
- Unsicherheit über die genaue Ursache Ihrer Beschwerden
Je früher wir die Ursache Ihrer Schmerzen klären, desto gezielter können wir helfen – und desto schneller kehren Sie zu den Aktivitäten zurück, die Ihnen wichtig sind.
Privatversicherte Patientinnen und Patienten erhalten bei uns meist kurzfristige Termine und haben Zugang zu erweiterten Diagnostikoptionen wie MRT in unserer Radiologie.
Diese Informationen ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.
Häufig gestellte Fragen zum Tennisarm (FAQ):
Was tun bei einem Golferarm?
Erste Schritte sind Belastungsreduktion, Kühlung in der Akutphase und ergonomische Anpassungen. Für eine dauerhafte Besserung ist eine ärztliche Diagnose mit anschließendem phasengerechten Übungsprogramm entscheidend. Selbstbehandlung kann erste Linderung bringen, ersetzt aber keine strukturierte Therapie.
Wo genau schmerzt ein Golferarm?
Der Schmerz sitzt am knöchernen Vorsprung auf der Innenseite des Ellenbogens (Epicondylus medialis) und strahlt häufig in den Unterarm in Richtung Handgelenk aus. Kribbeln in Ring- und Kleinfinger kann auf eine zusätzliche Nervenreizung hinweisen.
Welche Übungen helfen bei Golferellenbogen?
Exzentrische Beugeübungen und gezielte Dehnübungen für den Golferarm sind besonders wirksam. Wichtig ist die phasengerechte Dosierung: In der Akutphase stehen sanfte Bewegungen im Vordergrund, in der Rehabilitationsphase progressives Krafttraining. Übungen sollten idealerweise unter therapeutischer Anleitung begonnen werden.
Wie lange dauert ein Golferarm?
Bei konsequenter Therapie ist meist nach 6–12 Wochen eine deutliche Schmerzreduktion zu erwarten. Vollständige Ausheilung kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Chronische Verläufe, die lange unbehandelt blieben, benötigen entsprechend mehr Zeit.
Kann man einen Golferarm selbst behandeln?
Erste Maßnahmen wie Belastungsreduktion, Kühlung und einfache Dehnübungen können Sie selbst umsetzen. Bei Beschwerden, die länger als vier bis sechs Wochen andauern oder sich verschlimmern, ist eine ärztliche Abklärung wichtig – um andere Ursachen auszuschließen und ein gezieltes Programm zu erhalten.
Wann ist eine OP beim Golferellenbogen nötig?
Erst nach mindestens sechs Monaten erfolgloser konservativer Therapie und deutlicher Funktionseinschränkung wird eine Operation erwogen. Bei korrekter Indikation und anschließender Rehabilitation sind die Ergebnisse in der Regel gut.