Wirbelsäulenverkrümmung
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Wirbelsäulenverkrümmung verstehen und ganzheitlich behandeln
Bemerken Sie bei sich selbst oder Ihrem Kind eine sichtbare Abweichung der Körperhaltung, ungleiche Schultern oder eine auffällige Wölbung im Rückenbereich? Eine Wirbelsäulenverkrümmung kann sich sehr unterschiedlich äußern und vielfältige Ursachen haben. Während leichte Haltungsabweichungen oft funktionell bedingt sind, erfordern strukturelle Veränderungen der Wirbelsäule eine präzise fachärztliche Beurteilung durch Spezialist:innen.
Im OTC Regensburg verfolgen wir den Ansatz der „Ursachenmedizin“: Wir klären systematisch, ob eine Wirbelsäulenverkrümmung vorliegt, und entwickeln basierend auf modernster Diagnostik einen individuellen Therapieplan. Unser interdisziplinäres Team aus Ärzt:innen, Radiolog:innen und Therapeut:innen arbeitet unter einem Dach zusammen, um Ihnen kurze Wege und perfekt abgestimmte Behandlungskonzepte der „Orthopädie 4.0“ zu bieten.
Dank präziser Verfahren wie der lichtoptischen Vermessung und einem strukturierten konservativen Ansatz lassen sich die meisten Wirbelsäulenverkrümmungen heute erfolgreich stabilisieren – chirurgische Eingriffe bleiben die Ausnahme.
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Kommen Sie in unsere Sprechstunde! Hier können wir in Ruhe Ihre Beschwerden besprechen. So stimmen wir Diagnostik und Therapie optimal aufeinander ab.
Was ist eine Wirbelsäulenverkrümmung?
Unter einer Wirbelsäulenverkrümmung versteht man eine dauerhafte Abweichung von der physiologischen Form der Wirbelsäule. In gesundem Zustand weist das menschliche Achsorgan von der Seite betrachtet eine charakteristische „Doppel-S-Form“ auf:
- Halslordose: Eine leichte Vorwölbung im Nacken.
- Brustkyphose: Eine Rückwölbung im Bereich des Brustkorbs.
- Lendenlordose: Eine erneute Vorwölbung im unteren Rücken.
Diese natürliche Krümmung fungiert als Stoßdämpfer und sorgt für eine optimale Lastverteilung des Körpergewichts. Weicht die Statik jedoch krankhaft ab, unterscheiden wir zwischen reinen Haltungsfehlern, die muskulär bedingt und meist korrigierbar sind, und strukturellen Verformungen, die durch knöcherne Veränderungen fixiert sind.
Arten der Wirbelsäulenverkrümmung
Jede Form der Deformität erfordert eine spezifische Herangehensweise und differenzierte Therapiekonzepte.
Skoliose: Die dreidimensionale Abweichung
Die Skoliose ist die häufigste Form der Wirbelsäulenverkrümmung. Es handelt sich um eine komplexe, dreidimensionale Deformität, die neben der seitlichen Verbiegung auch eine Rotation der Wirbelkörper umfasst. Ab einem Cobb-Winkel von 10° sprechen Mediziner:innen von einer Skoliose, die sich häufig durch ungleiche Schulterhöhen oder einen Beckenschiefstand äußert.
Kyphose: Der „Rundrücken“
Eine verstärkte Krümmung nach hinten führt zu einer Hyperkyphose (Rundrücken). Eine bekannte Form im Jugendalter ist der Morbus Scheuermann, bei dem Wachstumsstörungen zu einer Keilwirbelbildung führen. Im Alter kann eine Hyperkyphose auch Folge von Osteoporose und damit einhergehenden Wirbelkörperbrüchen sein.
Lordose: Das „Hohlkreuz“
Eine Hyperlordose bezeichnet eine übermäßige Vorwölbung der Lendenwirbelsäule nach innen. Dies resultiert oft aus muskulären Dysbalancen, etwa durch verkürzte Hüftbeuger oder eine schwache Rumpfmuskulatur, was die Lastverteilung auf die Bandscheiben negativ beeinflusst.
Symptome: Warnsignale des Körpers erkennen
Eine Wirbelsäulenverkrümmung entwickelt sich oft schleichend. Achten Sie auf folgende Anzeichen:
- Sichtbare Asymmetrien: Ungleiche Schulterhöhen, ein schief stehender Kopf oder ein Rippenbuckel beim Vorbeugen.
- Körperliche Beschwerden: Chronische Rückenschmerzen, schnelle Ermüdung der Muskulatur oder Spannungskopfschmerzen.
- Neurologische Symptome: Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Extremitäten können auf eine Einengung der Nervenaustrittspunkte (Neuroforamenstenose) hindeuten.
Warnsignale: Plötzlich auftretende Lähmungen, Gefühlsstörungen oder der Verlust der Blasen- und Darmkontrolle sind medizinische Notfälle und erfordern sofortige ärztliche Hilfe.
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Präzise Diagnostik im OTC Regensburg
Um die wahre Ursache einer Wirbelsäulenverkrümmung zu identifizieren, nutzen wir im OTC Regensburg eine lückenlose Diagnostikkette:
- DIERS 4D motion lab: Ein berührungsloses, lichtoptisches Verfahren, das uns eine strahlenfreie und hochpräzise 3D-Vermessung der Wirbelsäule in Ruhe und Bewegung ermöglicht
- Hochauflösendes MRT: In unserem hauseigenen radiologischen Zentrum führen wir MRT-Untersuchungen durch, um Bandscheiben, Nervenstrukturen und Weichteile detailliert darzustellen.
- Digitales Röntgen & DVT: Zur exakten Beurteilung knöcherner Strukturen und zur Messung des Cobb-Winkels unter Belastung.
Der strukturierte Therapieplan: Konservativ vor operativ
Gemäß unserem Leitbild „Konservativ vor operativ“ schöpfen wir alle modernen Möglichkeiten aus, bevor wir eine Operation in Erwägung ziehen.
- Spezialisierte Physiotherapie: In unserer Physiotherapie entwickeln wir individuelle Trainingsprogramme zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur und zur Korrektur von Fehlhaltungen.
- Manuelle Therapie & Chirotherapie: Zum Lösen von Blockaden und zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit.
- Regenerative Verfahren: Innovative Ansätze wie die Axomera Therapie (bioelektrische Felder) oder die PRP-Therapie (Eigenbluttherapie) unterstützen die Heilung bei schmerzhaften Reizzuständen der Nerven und Gelenke.
- Korsetttherapie: Bei Jugendlichen mit progredienter Skoliose kann ein individuell angepasstes Korsett das Fortschreiten der Krümmung während des Wachstums effektiv verhindern.
Dieser Bericht wurde auf Basis der klinischen Leitlinien und der Expertise des OTC Regensburg erstellt. Für eine individuelle Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Spezialsprechstunde.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Wirbelsäulenverkrümmung
Was bedeutet eine Verkrümmung der Wirbelsäule genau?
Es handelt sich um eine dauerhafte Abweichung von der natürlichen Form (Doppel-S). Sie kann seitlich (Skoliose), nach vorne (Lordose) oder nach hinten (Kyphose) auftreten. Nicht jede Abweichung ist eine Krankheit, aber strukturelle Veränderungen sollten fachärztlich überwacht werden.
Welche Arten von Wirbelsäulenverkrümmungen gibt es?
Die wichtigsten Formen sind die Skoliose (Seitverbiegung mit Rotation), die Hyperkyphose (Rundrücken) und die Hyperlordose (Hohlkreuz). Auch Kombinationen wie der Hohlrundrücken sind möglich.
Was ist eine Hyperlordose und ist ein starkes Hohlkreuz gefährlich?
Eine Hyperlordose ist eine übermäßige Krümmung der Lendenwirbelsäule nach innen. Ein starkes Hohlkreuz kann zu einer vorzeitigen Abnutzung der Wirbelgelenke und Bandscheiben führen, weshalb gezieltes Training der Rumpfmuskulatur ratsam ist.
Meine Wirbelsäule ist krumm – was kann ich tun?
Der erste Schritt ist eine präzise Diagnostik (z. B. DIERS-Analyse), um festzustellen, ob es sich um ein Haltungsproblem oder eine strukturelle Veränderung handelt. Darauf aufbauend erstellen wir einen individuellen Therapieplan aus Physiotherapie, Kräftigung und ggf. regenerativen Maßnahmen.
Kann eine zu gerade Wirbelsäule auch Probleme machen?
Ja. Wenn die natürliche Dämpfungsfunktion der Doppel-S-Form fehlt (Hypolordose/Flachrücken), werden Stöße ungefiltert an die Gelenke und das Gehirn weitergegeben, was oft zu Schmerzen und vorzeitigem Verschleiß führt.